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Description
Zenkreis | Osaki Honkō 尾崎本孝 | 1874-1944Osaki Honk war ein Rinzai Priester des Tfukuji in Kyoto. Er starb im Jikin in Nara, nachdem er sich mit viel Aufwand fr den Wiederaufbau der abgebrannten Lehr Halle des Tfukuji eingesetzt hatte. Kreise zu malen ist eine wichtige Konzentrations und Meditations bung fr Zen Mnche. Das Faszinierende an dieser Disziplin ist die Reduktion der Aussage auf eine vorgegebene Form. Doch gerade die Beschrnkung der Mittel verlangt vom ernsthaften Kreis Maler
Osaki Honkō war ein Rinzai-Priester des Tōfukuji in Kyoto. Er starb im Jikōin in Nara, nachdem er sich mit viel Aufwand für den Wiederaufbau der abgebrannten Lehr-Halle des Tōfukuji eingesetzt hatte.
Kreise zu malen ist eine wichtige Konzentrations- und Meditations-Übung für Zen-Mönche. Das Faszinierende an dieser Disziplin ist die Reduktion der Aussage auf eine vorgegebene Form. Doch gerade die Beschränkung der Mittel verlangt vom ernsthaften Kreis-Maler höchste Aufmerksamkeit für jeden Aspekt und jedes Detail. Vorgegeben ist das Format des Blatts, das natürlich die Dimensionen des Kreises bestimmt. Bei diesem Kreis nützt der Priestermaler das Blatt derart, dass auf drei Seiten ungefähr gleich viel Abstand zum Blattrand entsteht. Das bewirkt Halt und Verankerung der Form. Um mit dem relativ großen Durchmesser des Kreises das Format nicht mit zu viel Energie zu belasten, wählte der Maler bedacht einen relativ dünnen Strich, womit die „Leere“, die der Kreis umschreibt, besonders stark fühlbar wird.
Der eher dünne Strich erlaubte dem Ausführenden auch, den Pinsel ausgesprochen sensibel zu führen: Er setzt (um die Uhrziffern als Verständigungsmittel der Positionen innerhalb des Kreises zu benutzen) bei 6 mit wenig Kraft und nur mäßig Tusche an. Das Hochziehen des Pinsels über 7 bis 11 (was keiner kanonisierten Kalligrafie-Bewegung entspricht) franst ein wenig. Das heißt, der Maler hat einen leichten Arm – er wägt ab und bereitet sich auf die Intensität der Abwärtsbewegung ab 12 vor (die eine normale Pinselführung in der Kalligrafie ist). Bei 1 und 2 beginnt nun eindeutig innere Bewegung das kühle Betrachten zu verdrängen – der Strich fällt plötzlich fast senkrecht ab, und so spürt man ab 4 eine zunehmende Spannung im dicker werdenden Strich. Die Tusche im Pinsel wird voll aufgebraucht, und bei 5 zittert der Pinsel sogar erregt, bis er dann bei 6, wo er den bedächtigen und leichten Anfang der Tuschespur berührt, das Blatt kraftvoll verlässt. Die drei Zeichen links sind 喫茶去; sie bedeuten „Lass uns einen Tee trinken“ (ein traditioneller Zen-Spruch)
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